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Während das Internet in so gut wie jedem Haushalt zur Selbstverständlichkeit geworden ist, herrscht bei Smartphones, Tablets und Laptops noch immer ein großes Tarifchaos. Neben Handytarifen mit Telefon- und SMS-Flatrate und einigem Datenvolumen gibt es zusätzlich noch spezielle Datentarife für Tablets, Surfsticks und LTE für Zuhause. Hier den Überblick zu behalten, welcher Tarif für welches Gerät und Einsatzzweck geeignet sein kann, ist häufig nicht leicht. Die häufigste Unterteilung ist die Unterscheidung zwischen Smartphone-Tarifen, Datentarife für Tablets und Datentarife für Surfsticks und LTE. Als Besonderheit gelten noch spezielle Auslandstarife, um hohe Roaming-Gebühren zu umgehen.

Datentarife für Smartphones

Datentarife für Smartphones sind tatsächlich meist keine reinen Datentarife, sondern sind in der Regel normale Handytarife, die aber speziell für den intensiven Gebrauch des mobilen Internet gemacht sind. Hier werden oft auf Allnet-Flats oder SMS-Flatrates verzichtet und stattdessen viel Datenvolumen zur Verfügung gestellt. SMS sind in diesem Fall besonders bei Jugendlichen nicht mehr interessant, da diese durch verschiedene Messenger ersetzt werden. Egal ob WhatsApp, Skype oder Facebook; Allesamt können über einen Datentarif auch unterwegs genutzt werden und ersetzen dank Sprachnachrichten damit sogar die klassische Telefonie und SMS vollständig. Bei Datentarifen für Smartphones sind häufig trotzdem Freiminuten und FreiSMS in alle Netze oder Flatrates in das selbe Netz verfügbar. Damit kann auch ohne zusätzliche Kosten ein Anruf getätigt werden oder eine SMS versendet werden, sollte das mobile Internet einmal nicht wie gewohnt funktionieren.

Datentarife für Tablets

Tablets werden in der Regel nicht dafür genutzt, um damit zu telefonieren oder SMS zu versenden. Sie sind meistens Zuhause, in Büros oder in Cafés im Einsatz und werden als Ergänzung zu Handys oder Smartphones genutzt. Aufgrund des viel größeren Bildschirms lassen die Tablets ideal zum Surfen oder für Multimedia nutzen. Um auch unterwegs auf Apps für soziale Netzwerke oder Musikdienste zugreifen zu können, gibt es für Tablets spezielle Datentarife, die den Fokus fast ausschließlich auf das Datenvolumen legen. Mit dem vollständigen Verzicht auf Telefonieoptionen sind solche Datentarife viel günstiger als ihr Smartphone-Pendant und beinhalten oft mehr Datenvolumen zum selben Preis. So sind schon für unter 10 Euro 2GB Datenvolumen zu bekommen – auch mit schneller LTE-Verbindung.

Da Tablets häufig durch das viel größere Display und damit höherer Auflösung mehr Daten beim anzeigen von Webseiten oder abspielen von Videos benötigen, sollte hier auch nicht zu sehr bei dem Datenvolumen gespart werden. Als Minimum sollten 1 GB gebucht werden, mehr ist bei häufigeren Gebrauch empfohlen.

Datentarife für Surfsticks

Neben Tablets sind auch Laptops gerne und häufig unterwegs im Einsatz. So kann man mit einem Laptop bei schönem Wetter in einem ruhigen Straßencafé arbeiten. Damit man auch hier nicht auf Internet verzichten muss, gibt es sogenannte Surfsticks. Diese speziellen USB-Sticks funktionieren ähnlich wie WLAN-Sticks, verwenden aber eine SIM-Karte um eine Verbindung zum Internet aufzubauen. Im Gegensatz zu Smartphone oder Tablet-Datentarifen, wo das Verwenden des mobilen Internets per USB an einem Computer als Vertragswidrig gesehen wird, ist hier der Tarif für die Verwendung eines Computers ausdrücklich vorgesehen. Auch hier gibt es, wie bei Tablets, selten Telefonie- oder SMS-Optionen, da nur das mobile Internet genutzt werden soll. Dadurch sind auch hier hohe Datenvolumen zum kleinen Preis möglich. Ein passender Surfstick wird bei solchen Datentarifen oftmals gleich mitgeliefert. Manche Laptops haben aber einen eigenen SIM-Karten-Slot, womit die Verwendung des Sticks wegfällt.

Bei der Verwendung von Surfsticks an Laptops oder gar Desktop-Computer sollte man nicht zu wenig Datenvolumen wählen. Da hier durch Software-Updates oder größere Dateiübertragungen wesentlich mehr Daten anfallen, sind Minimum 2 GB bei regelmäßigem Gebrauch empfohlen. Je häufiger man Daten übertragen möchte, desto mehr Volumen sollte monatlich zur Verfügung stehen. Ist das Volumen bei einem Datentarif einmal aufgebraucht, fallen zwar in der Regel keine zusätzlichen Kosten an, jedoch wird die Geschwindigkeit auf ein absolutes Minimum gedrosselt. Dies gilt für alle Arten von Handy- oder Datentarifen, bei Surfsticks an Laptops jedoch ist das Arbeiten dann womöglich kaum noch möglich.

Datentarife mit LTE

Jeder kennt das Problem, dass das Internet am eigenen Hausanschluss nur spärlich durch die Leitung sickert und keine bessere Option durch die Internetanbieter an diesem Anschluss angeboten werden kann. Eine sinnvolle Lösung kann hier ein Datentarif mit LTE sein. Solche Mobilfunkverträge basieren auf speziellen LTE-Routern, die eine Verbindung zum Internet über Funk herstellen und an alle verbundenen Geräten freigeben.

Bei LTE sind Verbindungsgeschwindigkeiten bis zu 300 MBit im Download und 50 MBit im Upload möglich – eine wahnsinnige Geschwindigkeit im Vergleich zu vielen Hausanschlüssen. Die Sache hat nur einen Haken: LTE-Datentarife sind teuer und beinhalten oft nur sehr begrenzte Datenvolumen. So ist häufig bei 10 GB Schluss. Große Downloads lassen sich über solche Tarife also nicht durchführen, ohne dass die Leitung bis zur Unbenutzbarkeit gedrosselt wird. Hier muss also abgewägt werden, wie viel Daten pro Monat übertragen werden sollen und im Zweifel zu einem größeren Tarif gegriffen werden.

Datentarife mit LTE sind aber auch für Surfsticks, Smartphones und Tablets verfügbar. Diese haben eine deutlich schnellere Übertragungsrate als das alte 3G-Netz, bieten aber meist viel weniger Datenvolumen zum selben Preis. Häufig werden vor allem bei Smartphones gar nicht so hohe Geschwindigkeiten benötigt. So funktioniert ein Internetvideo mit nur 6 MBit über 3G genauso gut wie über LTE. Allerdings kann es gerade bei hohen Displayauflösungen des Geräts mal eng werden, weshalb LTE in diesem Fall die optimalere Lösung ist.

Datentarife mit Auslandsoption

Berufstätige, die viel geschäftlich unterwegs sind, haben oft ein großes Problem: Roaming-gebühren bei Datentarifen. Zwar gibt es hier einiges innerhalb der EU, dass sich bereits gebessert hat, jedoch betrifft dies nicht das weitere Ausland. Auch Vielreisende können hier schnell in eine Kostenfalle geraten, weshalb viele aktuelle Smartphones spezielle Optionen haben, um mobile Daten bei Roaming abzuschalten. Nutzt man das Internet im Ausland ohne einen entsprechenden Tarif dennoch, kann auf der nächsten Rechnung eine böse Überraschung lauern.

Für solche Fälle gibt es spezielle Datentarife mit Auslandsoption, die ein bestimmtes Kontingent an Volumen auch international einrechnet. Zwar ist das Volumen oft sehr begrenzt, reicht aber für kürzere Aufenthalte vollkommen aus. Nach dem Verbrauch des Auslandsvolumen wird wie bei normalen Datentarifen gedrosselt und es fallen keine weitere Zusatzkosten an.
Datentarife für verschiedene Nutzergruppen

Wie bei sehr vielen anderen Verträgen gibt es auch bei Mobilfunkanbieter für bestimmte Kundengruppen Sonderangebote. Für gewöhnlich können vor allem Studenten und Schüler von besonderen Tarifen zu Sonderkonditionen profitieren. Hier ist jedoch auch ein Nachweis der Bildungsstätte notwendig, doch der zusätzliche Aufwand lohnt. In manchen Fällen zahlen Studenten mehr als ein Drittel weniger als bei vergleichbaren Tarifen. Auch Lehrer oder andere Ausbilder können solche Angebote erhalten. Im Zweifel hilft es, vorher bei dem jeweiligen Unternehmen anzufragen, welche Optionen zur Verfügung stehen.

Weiter gibt es auch spezielle Business-Tarife, zum Beispiel für das ganze Unternehmen, womit sich bestimmte Datentarife für die Mitarbeiter zur Verfügung stellen lassen. So ist es in vielen Branchen wichtig, die Mitarbeiter mit Tablets auszustatten, die eine Internetverbindung aufbauen können. Hier kann mit dem jeweiligen Unternehmen oft ein gutes Angebot gesondert verhandelt werden.

In der Regel ist es immer hilfreich, bei den jeweiligen Mobilfunkanbietern nach speziellen Angeboten Ausschau zu halten. So gab es Beispielsweise bei Vodafone für eine kurze Zeit ein Sonderangebot speziell für Spieler der App „Ingress“ von Niantic, dem Vorgängerspiel von „Pokemon Go“ des selben Entwicklerstudios.